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Fotoequipment
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Canon EF-S 17-85 f/3,5-5,6 IS USM (verkauft)
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Canon EF-S 10-22 USM (verkauft)
- Canon EF 500 f4 L IS USM
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Tamron 90 mm f/2.8 Makro
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Kenko Super Tele Pro 1,4x Konverter
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Gitzo Basalt 1298 Stativ mit Kugelkopf und Selbstbau-Panoramaaufsatz
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Blitzverlängerungskabel
Testberichte
- Testreport: APO-Refraktoren als Teleobjektiv für die Naturphotographie (deutsch)
- Vergleichstest Rauschen Canon 20D und 40D (deutsch)
- Comparison of different Tele-(zoom)-lenses and AF Microadjustment (english)

Objektive für Canon DSLRs
Hier einige kurze Eindrücke von meinem Objektiv”park”für meine Canon 40D/20D (APS-C) und Canon 1D Mark III (APS-H).
Auf genaue technische Daten verzichte ich, das diese auf den Herstellerseiten abrufbar sind, sondern beschränke mich auf einige praxisrelevante Anmerkungen.
Genaue Tests der Schärfeleistung findet man im Web an anderer Stelle (Google-Suche mit Stichwort Traumflieger oder Photozone).
- Das 100-400 ist ein relative kompaktes Schiebezoom mit 400 mm Endbrennweite und einem vergleichsweise moderaten Preis. Im Prinzip ist es bezogen auf diesen Brennweitenbereich die einzige kostengünstige Wahl, die eine akzeptable Bildqualität garantiert. ein schönes Beispiel ist hier zu sehen!
- Alle anderen Lösungen von Canon sind entweder deutlich teurere Festbrennweiten (500mm f4) oder haben weniger Brennweite (300mm f/4) und liefern mit Telekonverter nicht die gleiche Bildqualität wie das 100-400.
- Die Bildqualität ist moderat und im Vergleich mit beispielsweise dem 70-200 f/4 etwas flauer.
- Als Reisezoom für Wanderungen allerdings zu schwer, wenn man nicht gerade die Brennweite benötigt.
- Das größte Manko ist sicherlich die geringe Lichtstärke von f/5,6 bei 400mm Brennweite. Trotz Bildstabilisator zeigt sich in der Praxis der Tierfotographie, dass meistens nicht genügend Umgebungslicht vorhanden ist, um aus freier Hand wirklich verwackelungsfrei aufzunehmen. Dies wird besonders dann deutlich, wenn man eine ganze reihe von Aufnahmen kurz hintereinander macht und die Bilder auf dem PC-Monitor bei 100% anschaut. Nimmt man eine sinusförmige Bewegung des Objektivs in der freien Hand an, so sind nur die Aufnahmen an den Scheitelpunkten des Sinus optimal scharf. Deshalb empfiehlt es sich immer eine ganze Reihe von Aufnahmen im Serienbildmodus zu machen und die schärfste Aufnahme rauszusuchen.
- Mit Telekonverter (Kenko Super pro 1,4x) erreicht man 560 mm Brennweite. Das Manko: die Anfangsöffnung von f/8 erlaubt nur bei den professionellen Canon 1D Kameras einen (langsameren) Autofokus. In der Praxis zeigt sich allerdings, daß diese Kombination zusammen mit der 1D Mark III eine gute, preisgünstige und vor allen Dingen gewichtsmäßig leichte Alternative zum EF 500 f/4 oder ähnlichen Festbrennweiten darstellt. Der Schärfeverlust hält sich in Grenzen. Welche Ergebnisse man aus freier Hand und bei gutem Licht erzielen kann ist z.B. hier zu sehen: Papageientaucher vor der Küste von Alaska.
- Mit einem 35 mm Zwischenring ist das 100-400 auch im Nahbereich einsetzbar. Die kürzeste Fokusdistanz beträgt ca. 60 cm und lässt zu, daß man beispielsweise Libellen im freien Flug aufnehmen kann.
- Für die Astrophotographie ist das 100-400 nur bedingt tauglich. In der Praxis zeigt sich, dass der einmal eingestellte optimale Fokuspunkt in Minutenschnelle herauswandert, insbesondere, wenn sich das Objektiv noch in der Abkühlphase befindet. Die Bildqualität in der Bildmitte wird dadurch geschmälert, dass der Sternscheibchendurchmesser deutlich größer als 30 µm ist. Im Vergleich zu einem Apo-Refraktor (Beispielsweise dem Scopos 80/560) liefert dieser deutlich schärfere Bilder mit geringeren Sternscheibchendurchmessern.
- Das 17-40 ist eigentlich nicht als Standardobjektiv für eine APS-C Kamera gedacht, sondern eher als Ultraweitwinkel für eine Vollformatkamera oder zumindest einen APS-H Chip.
- Trotzdem kann das 17-40 als Quasi-Standardobjektiv an der Canon 40D u.a. genutzt werden. Gut ausbalanciert an einer Canon 40D
- Vorteile:
- Im Gegensatz zum 17-85 keine nennenswerte Vignettierung an der 40D.
- Kaum Verzeichnung
- Solide Bauweise.
- Nachteile:
- Der Brennweitenbereich von 17-40 mm ist geradezu winzig und in der Reisefotographie führt dies dazu, dass man sehr oft das Teleobjektiv aufschraubt.
- Kein Bildstabilisator
- Der Zoomring liegt ungünstig weit hinten in Bajonettnähe.
- Teuer.
- In der Astrophotographie liefert das Objektiv bei allen Brennweite schöne Ergebnisse ohne nennenswerte Randverzeichnung.
EF 24-105 f/4 L IS USM
- Trotz der großen Anfangsbrennweite von 24 mm ist das 24-105 an der 1D Mark III mit dem APS-H Sensor das ideale Allround-Objektiv. Die exzellente Verarbeitungsqualität auf "L"-Niveau, die Abdichtung gegen Spritzwasser und Staub, und natürlich der ein gebaute Bildstabilisator sprechen für das leider im Einzelkauf sehr teure Standardzoom.
- An der 40D/20D mit dem kleineren APS-C Sensor muss man leider auf den Brennweitenbereich von 17-24 mm verzichten. Das kann für Architektur, Landschaft und Innenraum durchaus ein Nachteil bedeuten. Hier ist das EF 17-85 vorzuziehen.
EF 70-200 f/4 L IS USM (verkauft)
- Das 100-400 ist als Reisezoom für Trekkingtouren und Wanderungen einfach zu schwer. Wenn man nicht gerade Unterwegs ist, um bewusst bei Brennweiten von 400 mm zu photographieren, bietet sich das wesentlich leichtere und kompaktere 70-200 f4 mit Bildstabilisator an.
- Hinsichtlich Schärfe ist diese Objektiv überraschender Weise das beste von mir getestete (ausgenommen das ausser Konkurrenz laufende EF 500 f4). Auch bei maximaler Bildvergrößerung zeigt das Objektiv (genügend kurze Belichtungszeit zur Vermeidung von Verwackelungen vorausgesetzt) eine knackige Schärfe, an der kein anderes hier aufgelistetes Objektiv herankommt.
- Im Vergleich zum EF 100-400 fehlt allerdings für Motive aus dem Tierreich die notwendige Brennweite. 200 mm sind hier einfach zu wenig. Dieses Objektiv ist eher ein Reportageobjektiv.
- Vorteile:
- Kompakt und leicht.
- Professionelle Qualität
- Sehr schneller Ultraschallmotor
- Bildstabilisator der zweiten Generation (auch für Schwenks und Stativeinsatz geeignet)
- Optimale Bildqualität
- Nachteile:
- Teuer...
- Bildstabilierungsmechanismus recht laut und rau
EF-S 17-85 f/3,5-5,6 IS USM (verkauft)
- Das 17-85 ist das Standardobjektiv für alle Canon APS-C Kameras. Der hohe Zoombereich, gepaart mit einem schnellen Ultraschallmotor und einem Bildstabilisator machen das Paket rund! Zudem ist das Objektiv vergleichsweise leicht, klein und mittlerweile auch preislich attraktiv.
- Hervorragend ausbalanciert an einer Canon 40D.
- Mit Zwischenring auch als Makroersatz nutzbar – Bildstabilisator inklusive. Allerdings wird der Abbildungsmaßstab von 1:1 nicht erreicht. Der Autofokus funktioniert nicht mehr optimal undman fokussiert besser manuell.
- Nachteile gibt es allerdings auch:
- Starke Vignettierung bei allen Brennweiten.
- Starke Verzeichnung bei 17 mm.
- Hat nicht ganz die Verarbeitungsqualität wie ein Objektiv der L-Serie; insbesondere der Zoommechanismus ist nicht gleichmäßig leichtgängig und im Fokusring setzt sich leicht Sand fest.
EF-S 10-22 f/3,5-5,6 USM (verkauft)
- Für rund 700 Euro bekommt man ein Ultraweitwinkel mit fast 120 Grad Gesichtsfeld an einer APS-C Kamera. Drittanbieter wie Tamron haben zwar günstigere Lösungen, die aber qualitätsmäßig schlechter sind.
- Das Einsatzgebiet diese Objektivs ist stark beschränkt auf besondere Einsatzgebiete. Beispiele für Fotos, die nur mit diesem Objektiv gemacht wurden:
- Eine Giant Sequoie aus einer Nahperspektive. Nur bei 10-14 mm Brennweite möglich.
- Horseshoebend am Colorado River. Sonst nur in einem Panoramabild erfassbar.
- Die Bildqualität ist hinsichtlich Schärfe mit dem 17-85 vergleichbar. Die Vignettierung hält sich in erfreulichen Grenzen und ist damit besser als beim 17-85.
- Panoramaaufnahmen sind auf grund des großen Bildwinkels mit wenigen Aufnahmen möglich. Gute Softwarepakete stitchen die weitwinkligen Aufnahmen ohne Probleme perfekt zusammen.
EF 75-300 f/4,5-5,6 IS (verkauft)
- Ein relative preisgünstiges Drehzoom, daß mittlerweile durch das nur unwesentlich verbesserte 70-300 IS ersetzt wurde (etwas schnellerer Autofokus)
- Vorteile:
- Recht klein und kompakt un trotzdem bildstabilisiert und deshalb der optimale Begleiter auf Reisen. Bis auf das teure 70-200 f4 ist diese Objektiv aus der Canonriege die einzig vernünftige Wahl für ein langbrennweitiges leichtes Reisezoom.
- Preisgünstig.
- Bildstabilisierung. [Ein Reisezoom (leichtes Gepäck, kein Stativ!) mit 300 mm Endbrennweite macht ohne Bildstabilisierung meines Erachtens überhaupt keinen Sinn.]
- Nachteile:
- Langsamer Autofokus ohne Ultraschallmotor
- Die Bildqualität ist moderat.
80-200 f/4,5-5,6 (verkauft!)
- Ein günstiges Einsteigerzoom als gute Ergänzung zum Kitobjetiv EF-S 17-55
- Extrem leicht und günstig bei ebay zu bekommen.
- Die Bildqualität ist nicht gerade optimal. Eine Frage der Priorisierung und des Geldbeutels...
- Das Tamron ist ein reiner Makrospezialist mit einem max. Abbildungsmaßstab von 1:1. Mit einem Zwischenring (beispielsweise günstig von Soligor) kann der Arbeitsabstand noch weiter verringert werden, mit sehr guten Ergebnissen!
- Die Bildqualität ist ganz hervorragend, was man dem billig gebauten „Plastikeumel“ auf den ersten Blick nicht zutraut. Sogar bei Offenblende von 2,8 sind die Bilder sehr scharf.
- Auch auf Astrophotos offenbart das Objektiv seine hervorragende Schärfe. Sterne sind Randscharf schon bei Offenblende.
- Leider ist der Zoommechanismus extrem langsam und gleicht vom Geräusch her eher einer Modellbahnlokomotive als einer Präzisionsoptik.
- Das Canon Supertele ist für viele Photographen das ideale Tele für die Tierphotographie, und zwar - wie ich bestätigen kann - aus folgenden Gründen:
- Es ist so gerade ebend noch aus der Hand einsetzbar, ohne Stativ und Einbein - gutes Licht und kurze Verschlusszeiten vorausgesetzt, um Verwacklungsunschärfe zu vermeiden. Man sollte allerdings schon etwas Kraft in den Armen haben!

- Die Schärfe schlägt alle anderen von mir getesteten Objektive - auch bei Offenblende.
- Der Fokusmechanismus ist schnell und der Bildstabilisator - ohne den ich solch ein Objektiv nicht benutzen möchte - ist sehr wirkungsvoll.
- Mit einem 1,4x Konverter erreicht man 700 mm f5,6. Damit rücken insbesondere hier in Europa viele scheue Tiere in griefbare Nähe, und das noch bei einer gut einsetzbaren Blenden von f5,6.
- Bei Blende 4.0 (und auch mit Einschränkungen bei 5,6) wird das zu photographierende Objekt durch die geringe Tiefenschärfe vom Hintergrund getrennt. Das Bokeh ist sehr schön.
- => Beispiel1 => Beispiel2 => Beispiel3 => Beispiel4
- Hier finden sie weitere Bilder, die mit dem 500er Tele gemacht wurden
- Blenden 4 erlaubt auch noch Aufnahmen in der Dämmerung, Einsatz eines Statives vorausgesetzt.
- Es ist so gerade ebend noch aus der Hand einsetzbar, ohne Stativ und Einbein - gutes Licht und kurze Verschlusszeiten vorausgesetzt, um Verwacklungsunschärfe zu vermeiden. Man sollte allerdings schon etwas Kraft in den Armen haben!
- Allen interessierten Lesern möchte ich allerings deutlich machen: dies ist ein Spezialobjektiv. Wer damit loszieht, hat konkrete Photoziele und ist damit nicht flexibel. Wer sich auf Reisen begibt und einen weiten Bereich von Motiven photographieren möchte, ist mit einem Telezoom wie das EF 100-400 mit Konverter besser beraten. Bei dem EF 500 ist man (natürlich) auf eine Brennweite festgelegt, und eine ziemlich lange obendrein. Eine flexible Gestaltung eines Bildausschnittes von winkelmäßig größeren Objekten ist nicht möglich.
- Fazit: eine absolutes Stück Profitechnik ohne Kompromisse! Mit diesem Objektiv macht man Bilder, die man mit keinem anderen Objektiv machen kann - allerdings macht man mit den anderen Objektiven Bilder, die dem EF 500 verschlossen bleiben.
Fazit:
Nicht alle aufgeführten Objektive sind wirklich „notwendig“. Das optimale Objektivportfolio richtet sich (neben dem Geldbeutel) auch nach dem primären Anwendungsfall:
- Für allgemeine Reisefotographie und den Alltag reichen das EF-S 17-85 und das EF 70-200 f4 (oder alternativ das günstigere EF 75-300) vollkommen aus, wenn man mit APS-C photographiert.
- An der 1D Mark III ist das EF 24-105 ideal. In der Praxis kommt kaum der Bedarf nach noch geringerer Brennweite auf. Hier kann das EF 17-40 einspringen, falls man noch Platz im Reisegepäck hat.
- Liegt der Schwerpunkt auf Landschaftsfotographie, bietet sich für alle Kameras das EF 17-40 L an, da es an APS-C und APS-H nicht erwähnenswert vignettiert.
- Für Tierphotographie führt kein Weg an dem EF 100-400 (oder noch größer je nach Geldbeutel...) vorbei. Der 1,4x Konverter von Kenko erweitert die Endbrennweite auf interessante 560 mm, leider bei einer Blende von f/8.
- Makrofreunde werden das Tamron schätzen, aber das 17-85 mit Zwischenringen ist auch ein guter und preisgünstiger Kompromiss.
- Das EF-S 10-22 ist “Luxusartikel” und für ungewöhnliche Perspektiven und besondere Aufnahmesituationen geeignet. Architekturphotographen werden dieses Objektiv allerdings wohl recht häufig einsetzen.
- Das Canon EF 500 f4 läuft hier ausser Konkurrenz, da es in einer völlig anderen Gewichts- und Preisliga spielt. An Schärfe und Bindqualität kommt kein anderes von mir getestete Objektiv an diesen Giganten heran. Trotzdem bleibt das EF 500 noch handhabbar und auch Photos aus der freier Hand geschossen, einen stabilen Stand und genügend kurze Verschlusszeiten vorausgesetzt, können durchaus gelingen und optimale Schärfe aufweisen. Damit befindet sich das EF 500 f4 im "Sweet Spot" der langen und lichtstarken Superteles von Canon. Das Ef 600 ist deutlich (!!) schwerer und nicht mehr aus freier Hand einsetzbar, ebenso das Ef 400 f2,8. Das EF 300 f2,8 hingegen ist für Tierphotographie zu kurzbrennweitig. Wer mit solch einem Objektiv loszieht, hat (sprichwörtlich) ganz klare Ziele und ist wenig flexibel. Für den Reisephotographen ist eine kombination aus EF 100-400 und 1,4x Konverter an einer 1D-Kamera wahrscheinlich die bessere Wahl.
Für eine kleinere Canon 400D/450D würde ich eher ein leichteres Objektivset empfehlen, wie das EF-S 17-55 IS Kitobjektiv zusammen mit dem EF 70-300 IS oder als kompakte Lösung nur das Sigma/Tamron 18-125mm. Diese Objektive passen von der Gewichtsverteilung und Größe besser an diese Kameras als die großen und vergleichsweise schweren EF-S 17-85 oder gar EF 17-40 L, die an den kleinen und leichten Kamerabodys nicht gut ausbalanciert sind.